Als wir dieser Tage spazieren waren, kam uns eine Dame mit zwei Chihuahuas entgegen.

Frollein Erdnuss, Hunden im allgemeinen sehr zugetan, zeigte auch gleich auf dieselben und rief begeistert :“Hunde, Hunde, oi!“

Nachdem wir etwas näher dran waren und sie die vierbeinigen Freunde etwas eingehender betrachtet hatte, legte sie den Kopf schief und fragte leise:“Katze?“

Hihi.

Bei uns im Haus ist gerade ein taufrischer Erdenbürger eingezogen.

Zur Begrüßung habe ich ihm Wollreste geschenkt.

Vorher verstrickt natürlich:



Entstanden sind sie nach dieser Anleitung.



Spüllappen für den BHvA, Anleitung hier.

Überträgt man dem Mann die Hauptverantwortung im Haushalt gibt es interessante Dinge zu sehen. Zumindest im Hause Erdnuss. Hier hängen dann auf der Wäscheleine direkt neben den Windeln frische Dinkelnudeln zum Trocken.



Gestern war der eineinhalbte Geburtstag der Erdnuss 🙂

Ich kann mich inzwischen beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, wie ich früher (also vor Erdnuss) meine Tage rumgebracht habe. Muss auf jeden Fall sehr langweilig gewesen sein.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Video zeigen, in dem die Dame in meinen Hausschuhen spazieren geht. Da ich aber keine Ahnung habe, wie sowas funktioniert (bin ohne den BHvA völlig hilflos…), gibt´s halt Fotos. Für Videotips wäre ich meiner geneigten Leserschaft sehr dankbar.



Räusper.

Klopf, klopf, 1, 2, Test, Test…

Hallo, ist da noch jemand?

Ich trau´ mich gar nicht nachzusehen, wann ich das letzte Mal gebloggt hab…

Mir geht´s (und ging´s die ganze Zeit) gut. Ich hatte nur den Kopf ein bisschen voll, und bin damit aus der Blog-Routine geraten. Und hab´dann nicht wieder hineingefunden.

Aber da bin ich ja wieder.

Immerhin habe ich die ganze Zeit fleissig gestrickt. Im Geiste habe ich auch über alles und jedes einen Beitrag verfasst, nur bis zur Tastatur haben es jene dann nie geschafft.

Ich mag nu auch gar nicht lange rumschwafeln, sondern zeige Euch lieber meine neuen Lieblingssocken:





Vinnland Socken, gestrickt aus Knitpicks Gloss (eine Merino-Seiden-Mischung, yummy!).

Ich hab sie nach Anleitung ToeUp gestrickt, aber irgendwie ist das nicht so meins (war nur zu faul, das Muster kopfüber umzudenken…). Was meine Sockenkonstruktion angeht, bin ich spießig. „Normal“ gestrickte Socken sitzen bei mir auch einfach besser, da anscheinend die Käppchenferse meine schmalen Fersen (bei ansonsten breitem Watschelfuß) besser umschmeichelt 🙂

Trotzdem finde ich die Socken ganz wunderbar – sie sehen klasse aus und das Garn fühlt sich traumhaft an.

Auch das Stricken hat total Spaß gemacht. Das Muster ist leicht zu merken, und es gibt keine einzige Verzopfung – nur Zu- und Abnahmen. Viele „echte“ Zöpfe finde ich an Socken immer total unbequem, weil sie so unelastisch sind.

So, und nu schreibe ich gleich mal ein paar Beiträge auf Vorrat…

Mehr habe ich, glaube ich, in den letzten zwei Wochen nicht gestrickt…

Irgendwie fehlte mir die Lust, obwohl die Socken, die ich gerade für mich auf den Nadeln habe, von Muster und Garn her perfekt sind und wirklich Spaß machen.

Als Strickbegleitung (wenn ich denn stricke) habe ich libirvox für mich entdeckt. Da gibt es viiiiiiiiele Hörbücher aus der Public Domain, von Freiwilligen gelesen, zum kostenlosen Download. Die Qualität schwankt dementsprechend etwas, aber manche Sachen sind supertoll gelesen. Die meisten Sachen sind auf englisch, einige auch auf deutsch.

Momentan höre ich die Geschichten über Anne auf Green Gables. Die ersten drei Teile gibt es in einer Version gelesen von Karen Savage, die so wunderbar liest, dass es ein wahrer Hochgenuss ist.
Es lohnt sich auf jeden Fall, dort mal im Katalog zu stöbern.

Deutsche Hörbücher für lau gibt es auch bei Vorleser, das hab´ich allerdings noch nicht getestet.

Gestrickt war sie schnell, die Babydecke. Wieso brauche ich also Wochen dafür, ein paar „Nach-dem-Baden“-Bilder zu posten. Und die ver§&56* Fäden zu vernähen?

Na, Bilder kann ich jetzt bieten:



Hab´ich schon erwähnt, dass sie mir ausgesprochen gut gefällt in ihrer eleganten Schlichtheit (schlichten Eleganz?)?

Und über die Fäden reden wir in ein paar Wochen nochmal.

…es bleibt immer vertüddelt, das Dings. Sehr zur Verwirrung von Frollein Erdnuss 😉



Das ist ein…Möbiushalswärmer? Also ein Dingens, das Frollein Erdnuss sich wärmenderweise um den Hals tüddelt und das weder Anfang noch Ende hat. Gestrickt aus handgesponnener Merinoseidenmischung nach dieser Anleitung. Es funktioniert fantastisch, wenn man nicht drüber nachdenkt, sondern es einfach macht wie beschrieben. Das Verständnis kommt dann später.
Ich war unheimlich überrascht, wie toll sich die Handgesponnene verstrickt. Das Garn ist total voluminös und bringt die Krausrippen richtig gut zur Geltung – oder umgekehrt betonen die Rippen das schöne Garn? Wie auch immer.

Weil´s so schön war (und noch so viel übrig) hat de Muddi dem Kinde noch was auf die Ohren verpasst:



Zweimal hab´ich den Anfang wieder aufgeribbelt, was das Garn erstaunlicherweise ohne zu Maulen hingenommen hat. Tatsächlich hätte ich das Käppi noch ein bissi wuppiger stricken können, es war zum Schluss noch Garn über. Es sieht aber auch so ganz reizend an der Dame aus. Sach ich jetzt einfach mal so, ohne Beweisfoto.

Und jetzt ärger ich mich, dass der BHvA die Batterie in der Küchenwaage immer noch nicht gewechselt hat, damit ich weiss, wieviel näher ich den 2kg gekommen bin.
(Ja, ich könnte sie auch selber wechseln, aber wofür halte ich mir exklusiv einen Hausmann? Ich hab´ anderes zu tun.)

Ihr Lieben, vielen Dank für die regen Kommentare zum verfilzten Rolli. Manchmal kann man so ein kleines bissi Unterstützung ganz gut gebrauchen, auch wenn´s nur um so einen Killefitt geht. Ich habe soeben Fotos davon gemacht und werde nun mal an LG mailen.

Als Dank dürft ihr einmal kräftig über mich lachen 🙂
Ich habe letztes Wochenende Kostümprobe für unsere Schul-Faschingsfeier gemacht (falls jemand fragen sollte: ich bin Schneewittchen…). Frollein Erdnuss wollte (natürlich) gleich mitmachen und wurde liebevoll in meinen Schal drapiert. Das Ergebnis der darauffolgenden Foto-Session dürft ihr sogleich bewundern.

Mit Mut zur Hässlichkeit (ich sach nur krank, Blitzlicht und suuuper Winkel weil mit ausgestrecktem Arm fotofiert) und der beruhigenden Gewissheit, wenigstens ein schönes Kind zu haben:


Ich stamme ja aus einer Gegend (Südbaden), in der die fünfte Jahreszeit in Form der traditionellen Alemannischen Fasenet (auf keinen Fall mit dem Rheinischen Karneval zu verwechseln!!!) ausgiebig begangen wird. Als ich noch dort wohnte hab´ich immer behauptet keinen Wert darauf zu legen. Aber jetzt, da ich´s gar nicht mehr habe, vermisse ich´s natürlich… Hämdglunki am Schmutzige Dunnschdig (das ist ein Umzug im Dunkeln, bei dem das ganze Dorf in Schlafanzug und Nachthemd unterwegs ist); das Schiiebefüer (Scheibenfeuer), bei dem man im Fackelzug zum großen Feuer auf den Dorfhügel wandert, wo man sich dann mit Würstchen und Glühwein die Kälte vom Leib hält und währenddessen glühende Holzscheiben durch die Nacht sausen lässt; der Basler Morgestraich, bei dem Pfeifer und Trommler sternförmig in die stockdunkle Stadt einziehen…
*In Erinnerungen schwelg* (den Gedanken an die nachfolgend stattfindenden Saufgelage verdränge ich jetzt einfach mal – der hat in meinen nostalgischen Schwärmereien nix zu suchen…!)

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