…für meine Stricker-Karriere.
Morgen brechen wir gen Dänemark in den Urlaub auf. Da kann ich das Nähmaschinchen nicht mitnehmen, Strickzeug aber schon 😉

(Wobei ich ja mal bemerken muss, dass ich für was Gestricktes noch nie soviel Komplimente bekommen habe wie fürs Herrenhemdkleid…)

Ich melde mich in anderthalb Wochen gut erholt zurück.

…ist die neuerlichste Kreation aus altem Herrenhemd.

Dieses war tatsächlich so groß, dass der Rücken für ein komplettes Erdnuss-Sommerkleid gereicht hat. Die obere Passe musste für die Träger herhalten, alles darunter wurde der „Körper“ des Kleidchens (oder wie nennt man sowas?)

Hier das Hemd beim Ausschlachten:


karokleid

Das Kleid habe ich grob nach dieser Anleitung genäht. Einige Arbeitsschritte habe ich mir gespart. So hat das Kleid nur eine Naht im Rücken (mit kleinem Gehschlitz), da ich das Hemdsrückenteil einfach „zur Runde geschlossen“ habe. Außerdem habe ich den bestehenden Saum übernommen, wodurch das Kleid vorne ein wenig länger ist als hinten, was aber nicht stört.

Das Kräuseln muss ich noch ein wenig üben. Wahrscheinlich hätte ich den Gummifaden mit mehr Spannung auf die Spule wickeln müssen, ich musste doch kräftig von Hand nachziehen. Die Kräuselung ist immer noch nicht so stark, wie ich mir das vorgestellt hatte…aber fester anziehen habe ich mich nicht getraut :-/

Das fertige Werk ist noch ein bisschen lang am Kind, aber die wächst ja bekanntlich schneller, als man „Blaubeerpfannkuchen“ sagen kann. Von daher macht das nix. Und ich find´s sooooo süß…


karokleid1

…ich hab´ auch gestrickt!

Ich wollte einen Sommerpulli für mich aus der dicken Baumwoll-Seiden-Mischung, die ich mal im Sonderangebot erstanden hatte. Der sollte so neckisch mit überschnittenen Schultern aus Rundpasse stammend werden. Sprich: ich wollte die Armlöcher abketten und in der nächsten Runde an dieser Stelle einfach wieder neu anschlagen.

Was soll ich sagen:

Versuch macht kluch und Übung den Meister.

Die Passe muss ich nochmal aufmachen, weil ich offensichtlich erstmal ein ganzes Stück geradeaus stricken muss, damit da draus auch sowas wie Ärmel werden.
Bei der Gelegenheit kann ich das gute Stück dann eventuell auch nochmal einen Hauch verlängern, damit es was wird, was ich auch wirklich trage…


colombotop
Ich finde nicht die Zustimmung meiner Schöpferin

Was ich beim Nähen wirklich, wirklich anstrengend finde:

das Zuschneiden der Musterteile. Wenn man´s da verbockt, wird das ganze Teil nix.

Deswegen habe ich jetzt gefreestylt und es entstand ein Sommerkleidchen für die Erdnuss. Aus einem alten Herrenhemd, dessen Stoff mir so gut gefiel, dass ich es vom ZuVerschenkenTisch geklaubt habe. Und ich hab´noch ein´s liegen…


herrenkleid
Ungebügelt und ohne Inhalt

Ich dachte das Rückenteil des Hemdes würde knapp für ein Kleidchen ausreichen, das ich in einem Blog (inzwischen leider geschlossen) gefunden hatte. Da ich mir nicht ganz sicher war, hatte ich an jeder Seite ca. 10 cm Gehschlitz gelassen.

Das ergab dann Wurst in Pelle, der Windelhintern fand nur knapp Platz…naja, nicht grade das, was man sich für sein eineinhalbjähriges Töchterlein so vorstellt!

Um das nun nicht wegwerfen zu müssen (weil ich fand den Stoff doch so schön!) habe ich seitlich Keile eingesetzt. Das verkauf ich jetzt natürlich als interessantes Designelement 🙂
Noch interessanter wird das dadurch, dass ich dort, wo die Gehschlitze sind, keine Nahtzugabe über hatte, mit der ich die Keile hätte reintackern können. Da habe ich dann Schrägbandwürste über Kreuz eingesetzt. Auf dem Bild sieht das ehrlich bekloppt aus, aber wenn Frollein Erdnuss das Kleid anhat, ist das richtig schick.


herrenkleid2

An den krumpeligen Stellen unter den Armen, die durch das nachträgliche Einsetzen der Keile entstanden, habe ich die gleichen Knöpfe wie an den Trägern (die auch nur zur Zierde sind) angenäht. In eine Nummer kleiner, zum wegtarnen. Auch Designelement, klar.

Die Keile habe ich aus der Hemdfront geschnitten. Und das so geschickt, dass die breite Seite an der Knopfleiste endet und ich somit nix mehr zu säumen hatte. G´scheit, gell?

Sollte ich ein ähnliches Kleidchen nochmal nähen, werde ich die Keile an der schmalen Seite ca. 10 cm breit (statt spitz zulaufend) machen und mit Gummi unterlegen. Dann passt das Kleid noch eine Weile länger. Und sitzt wahrscheinlich besser. Ein Wunder an gutem Sitz ist dieses nämlich nicht, es ist ja so ein bisschen krumm und schief. Aber ich finde bei einem Sommerkleidchen, das hauptsächlich für Strand und Garten gedacht ist, ist das wurscht. Süß sieht es allemal aus.

Aus einem Ärmel des Hemdes habe ich dann noch ein passendes Kopftuch getackert, das hängt aber noch auf der Leine. Gibt´s dann zu den modeled shots.


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Hier sind die Farben akkurat

…als würde ich „nur noch“ nähen und gar nicht mehr stricken.
Tatsächlich verbringe ich nach wie vor viel mehr Zeit an den Nadeln als an der Nähmaschine. Nur, dass die genähten Stücke eben nach drei Stunden Arbeit fertig und vorzeigbar sind – ganz so schnell stricke ich (noch) nicht 🙂

Heuer gibt´s aber was Wolliges zu zeigen. Die Kolleginnen-Abschiedssocken sind fertig geworden. Ganz schlicht im 4×1-Ripp, aber als Bogensocken gestrickt. Das macht gleich ein bissi mehr her, weil es irgendwie raffiniert aussieht. Zudem sitzen die unheimlich gut am Fuß, die mache ich bestimmt noch öfter, wenn ich selbstmusterndes Garn benutze. Was für ein Garn das ist, weiß ich leider nicht, das lag ohne Banderole im Kischtle.


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66 g weiter Richtung 2-Kilo-Marke…
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Bogendetail

Schon wieder Möhren! hihi…

Der BHvA hat nun auch seine Möhrenschürze bekommen.

Die ist ganz gut geworden, keine auffälligen Fehler oder Schlumpereien. Obwohl ich sie komplett mit Schrägband gesäumt habe, was eine Sauarbeit war. Irgendwie habe ich mir eingebildet, das wäre einfacher als einen doppelten Saum zu nähen. Mit Anleitung aus dem Netz hat es dann aber ganz gut geklappt und gibt der Schürze den profefionellen Tatsch.

Da der Stoff doch sehr dünn ist und außerdem noch jede Menge davon da war, habe ich sie auch doppellagig gearbeitet.


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Die grüne Seite mit gelber Tasche

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Die gelbe Seite mit „Big Chef“

Der Gatte ist gaaanz stolz auf sein neues Küchenoutfit, besonders wenn er mit der Möhre Erdnuss im Partnerlook kocht 🙂

Ich bin grad´ so ein bisschen im Schuljahresende-Stress – und urlaubsreif. Deswegen ist es so still hier.

Es wurde aber trotzdem gestrickt (Mittagspausensocken und ein nochmal abzuänderndes Sommertop) und genäht (immer wochenends während des Erdnussmittagsschlafs: Papas Möhrenschürze und ein Sommerkleidchen mit passendem Kopftuch).

Ich bemühe mich redlich, das in den nächsten Tagen auch im Bilde festzuhalten und am Wochenende ein paar Posts auf Vorrat zu tippen.

Bis denne.

Muddu Schürze draus nähen!


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Ich konnte nicht widerstehen und habe bei buttinette diesen Möhrenstoff bestellt. Einmal mit gelbem und einmal mit grünem Grund.

Daraus entstand nach dieser Anleitung eine zuckersüße Wendeschürze für Frollein Erdnuss, damit sie beim Backen endlich so richtig rumsauen kann. Ganz offensichtlich ist die Anleitung idiotensicher und anfängergeeignet – sogar ich (aboluter Nähmaschinentrottel) hab´s hinbekommen. Man sieht natürlich an einigen Stellen, dass ich ungeübt bin. Insgesamt hat´s aber gut hingehauen und ich bin stolz wie Bolle!

Guckt ma:


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von hinten

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die grüne Seite

Ich hab´ Klettverschluss angenäht, da ich auf schnellen Erfolg aus war…sonst hätte ich nochmal eben lernen müssen, wie man Knopflöcher näht.

Und der hier musste sein:


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Little Chef – Frau Erdnuss hält bei uns die Fäden in der Hand

„Uuuuuuuuund Äkschn!“:


lichef

Der „Big Chef“ bekommt eine Partnerlook-Schürze in grüngrundig mit gelber Tasche. (Nein, natürlich nicht nach dem selben Schnitt…)

Und weil´s so schön ist mit den Möhrchen hatte ich auch gleich noch den hier bestellt:


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Das wird wahrscheinlich ein schlichtes Sommerkleidchen für´s Frollein.

Noch Fragen?

Ich geh´dann mal Möhren knabbern.

So ganz manchmal fühlt sich das Leben sooo einfach und wunderbar an…

Wir haben soeben unseren typischen Sonntagmorgenspaziergang absolviert. Das launische Hamburger Wochenendwetter meinte es gut mit uns: die Sonne lächelte ein wenig und es wurde prompt lauschig warm.

Auf dem Flohmarkt um die Ecke fanden wir für 50 cent die gleiche schöne rote Cordlatzhose, die wir schon vor 2 Wochen (auch dort) gekauft hatten, in zwei Nummern größer – so hat die Dame lange was davon 🙂

Danach schlenderten wir durch den Spreehafen, der um diese Zeit vogelzwitschernde Idylle mit Blick auf Hamburgs Skyline bietet. Die Dame tapste barfuß auf dem nassen Weg entlang und pflückte für mich den ersten Blumenstrauss meiner Mutterkarriere, den sie mir stolz überreichte.


sonntag

HACH…

…fand dieses Jahr der Weltstricktag statt, auf den ich mich schon die ganze Woche gefreut hatte :-/

Ich hatte gestern einen dieser Tage, an denen man sich selbst nicht ertragen kann und schon gar nicht anderen Leuten zuzumuten ist. Und an denen man sich vielleicht auch nicht zutraut, sich mit dreissig Leuten gemütlich zusammenzusetzen, die man noch gar nicht oder erst einmal getroffen hat…

Im Nachhinein, so beim Lesen der Erzählungen vom Treffen, war ich natürlich ein bisschen wehmütig.

Immerhin habe ich trotzdem öffentlich gestrickt beim gemütlichen Familientag in unserem bevorzugten Strandclub, in dem wir auch geheiratet haben. Dabei ist ein Paar Socken fertig geworden, das bestimmt seit zwei Jahren auf den Nadeln war. Der zweite Sock befand sich schon im Fersenstadium und wurde im Strandclub abgenabdelt.


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Das sind Bogensocken aus irgendeiner Trekking. Sis sitzen total gut am Fuß und sehen klasse aus. Am schicksten ist die Sohle, die habe ich unsportliches Wesen aber nicht geschafft zu knipsen, während ich die Socken trage…
Die Socken wiegen genau 75 Gramm.

Ausserdem hat Erdnussens Puppe endlich was anzuziehen bekommen. Glatzköpfig ist sie allerdings immer noch… Trotzdem hat die Dame das kommentiert mit den Worten: „Paula! Schöööööööne Paula!“
Das Kleid wiegt 18 Gramm.

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