Irgendwie kommt das Böhnchen hier im Blog etwas zu kurz, deswegen bekommt sie nun mal einen eigenen Post.

Tatsächlich ist das Kind nun schon fünf Monate alt! Und verglichen mit der Erdnuss damals völlig unterrepresentiert hier im Blog und ausserdem viel zu wenig fotofiert und gefilmt. Die armen Zweiten…da behaupten immer alle, man müsse Rücksicht auf die Erstgeborenen nehmen, aber ich finde, dass die kleineren Geschwister viel eher zu kurz kommen, immer nebenher laufen und nie die Eltern mal nur für sich haben.

Also, mein Böhnchen, das hier ist ganz allein Dein Beitrag 🙂

Nachdem die Dame die ersten drei Monate ihres Lebens entweder brüllend oder an der Brust verbracht hat (die zwei großen „Br“), wurde von einem Tag auf den anderen alles viel einfacher und entspannter. Komisch.

Ich kann jetzt auch mal Mahlzeiten zu mir nehmen, ohne gleichzeitig zu stillen. Die Welt geht nicht mehr unter, wenn ich das Zimmer verlasse. Die Stirn umwölkt sich nicht, sobald die Erdnuss sich über das Böhnchen beugt.

Was ist passiert?

Das Kind SPIELT.

Alles ist zum Spiel geworden, und das ist gleichbedeutned mit höchster Konzentration und harter Arbeit.

Harte Arbeit unterm Spielbogen, beim Schäkern mit der Erdnuss, mit den Händen in Mamas Gesicht und Haaren, mit Rasseln / Taschentuchpäckchen / Plastiklöffeln / allem Greifbaren…

Es ist herrlich, Dir zuzusehen, mein Kind!

Die Denkerfalte zwischen den Augenbrauen während rumprobiert wird, und dann dieses herrliche Aufleuchten des Blicks, wenn die Erkenntnis eintritt. (Hier hat die liebste Kollegin von allen auch gleich vehemente Ähnlichkeit mit Muddern bescheinigt…)

„Und darf ich auch mal die Kamera…?“, fragt das Kind:


harte-arbeit

„Später mein Schatz, wenn Du achtzehn bist“, antwortet die Mutter.

Ganz still, heimlich und überraschend ist die Erdnuss vor drei Wochen drei Jahre alt geworden.

„Heute bin ich schon drei, aber gestern, da war ich noch zwei!“ erzählte sie jedem, der´s hören wollte oder auch nicht.

Wir haben natürlich ein rauschendes Fest gefeiert, mit viel mehr Gästen als geplant (sechs plus Erdnuss) und hatten eine Menge Spaß.

Und neben ganz viel Stolz und Freude über mein großes Kind macht sich bei mir auch ein bisschen Wehmut breit, dass sie mir schon wieder ein Stückchen mehr entwachsen ist. Wahrscheinlich empfinde ich das momentan noch krasser dadurch, dass das Böhnchen ja quasi noch in Symbiose mit mir (oder meiner Brust) lebt…

Herzlichen Glückwunsch, meine kleine Große!


drei
Geschenkbespielung im Schlafanzug

Nun hab´ ich zum Geburtstag vom Gatten (endlich…) ein entzückende kleine Kamera bekommen, die auch einiges kann.

Nur konnte ich in der Anleitung nicht die Funktion „automatisches Digifieren fertiger Strickstücke“ finden :-/
Und wie man den Gatten dahingehend programmiert hab ich auch noch nicht rausgefunden.

Schade, denn es ist hier einiges fertig geworden, (zwei Böhnchenmützen, Erdnusspulswärmer, Babyschuhe plus Rassel zum verschenken) …aber vor abends um acht komme ich kaum zu was, und dann fotografiert sichs im adventlichen Kerzenschein doch eher schlecht.

Vielleicht kann ich morgen beim Adventskaffee die beiden lange genug dem Opa aufs Auge drücken.
Denn Blogeinträge ohne Bilder sind doch irgendwie ziemlich öde, besonders wenns ums Stricken geht…

…bin ich gestern losgezogen, um einer sehr lieben Person, die ich leider selten sehe, ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen.
(Natürlich im Wollgeschäft).

Die Erdnuss blieb bei der Oma, das Böhnchen wurde zum ersten Mal in den Schneeanzug gesteckt (hihi) und vor den Bauch geschnallt.

Dann ging´s los zum (sozusagen) freien Nachmittag. Zuerst ins besagte Wollgeschäft im Städtle, wo neben dem Geschenk auch noch zwei schöne Bobbel Sockenwolle für mich in den Rucksack wanderten. (Und das Böhnchen von allen anwesenden Damen angeschmachtet wurde)
Nachdem ich noch einige adventsspezifische Besorgungen erledigt hatte, entdeckte ich den örtlichen alten Friedhof, der so frisch schneegepudert sehr verwunschen wirkte. Wir ließen uns zu einem kleinen Spaziergang dort hinreissen. Da ich in letzter Zeit selten mal so richtig zur Ruhe komme habe ich das doppelt genossen…die Stille, kaum Menschen unterwegs, das leise Schneegeriesel, die Stimmung zwischen bemoosten Engelstatuen und efeuberankten Bruchsteinmauern. Danach war ich total erholt und voller Tatendrang.

Nun schiebe ich gedanklich meinen Haushaltsplan hin und her um rauszufinden, ob ich mir den erdnussfreien Freitag nicht auch haushaltsfrei halten kann, um mir einmal in der Woche etwas Muße zu gönnen – schöne Spaziergänge, vielleicht auch mal ins Museum oder so.
Dem Böhnchen schien unser kleiner Ausflug auch zu gefallen. Sie schaute ganz keck aus der Bauchtrage raus und ließ sich die Schneeflöckchen auf der Nase tanzen, verwundert, interessiert und bedächtig.

So könnt ich´s öfter haben 😉

Wir dreii Mädels setzen uns für zwei Wochen zur Oma ab. Den Papa lassen wir hier, der soll mal ordentlich schaffe, schaffe, Häusle baue 😉

Internet haben wir in der Zeit keins. Aber mein nächstes größeres Strickprojekt habe ich heute per Päckchen vorausgeschickt. Mal schauen, wie weit ich komme.

Bis denne!

Wenn man schon die Klamotten der großen Schwester auftragen muss, möchte man doch wenigstens mal ein eigenes Paar Schuhe haben (und die Flatrate bei Zalando haben wir ja leider nicht gewonnen…).

Die Schdeffi hatte ein Einsehen, und hat der Dame ein Paar entzückende Schuhe genadelt. Damit wären wir mit den Schühchen von Petra ja schon bei zwei Paaren 🙂


chicinstrick

Vielen Dank, liebe Steffi!
Die wurden von den Spielgruppenmuddis schon ausgiebig bewundert . leider konnte ich ja nicht selber damit angeben…

Auch das Böhnchen wurde bestrickt:



So ein Teil wollte ich schon immer mal stricken…und das Böhnchen kann sich ja noch nicht wehren 😉

Wobei ich mir nicht sicher bin, worüber sie so empört ist: die Mütze an sich, die Farbkombi mit dem lila Pulli, fotografiert zu werden…

Gestrickt nach dieser Anleitung aus Baumwollgarn, das ich hier noch so rumliegen hatte.

Es sind noch zwei andere Mützen für die Dame in der Mache, denn schließlich braucht sie ja eine Grundausstattung für jedes Wetter!

Aufgrund beträchtlichen Kopfwachstums wurde auch die Erdnuss frisch bemützt.

Für sie gab´s ein Baroness Beret, auch aus Merino von Supergarne.

Leider ist das Teil durch´s Waschen beträchtlich gewachsen und sitzt jetzt nicht mehr ganz so gut wie vorher.


zarin

zarin1

zarin2
Keine Erdnussmütze ohne Nuppel 😉

Dazu gab´s auch noch passende Pulswärmer. Die konnte ich nur noch nicht knipsen, weil sie die heute gleich zur Spielgruppe anziehen wollte, nachdem sie gestern abend fertig geworden sind.

Ich finde, die ist sehr chic geworden. Sie sieht wesentlich eindrucksvoller und schwieriger aus, als sie wirklich zu stricken ist. Das muster ist leicht zu merken und geht schnell von der Hand.

Überhaupt hab´ ich mich gewundert, wie schnell die Mützen fertig waren…
Ich hab´ ja ewig nur Socken gestrickt, und im Vergelich dazu springen Sachen aus dickerem Garn ja wirklich nur so von den Nadeln 🙂

So, dann woll´n wer mal!

Die Familie brauchte dringend neue Wintermützen!
Das hat das Böhnchen auch gleich eingesehen und beschlossen, jeden Abend zur besten Fernsehzeit ein Nickerchen einzulegen (dafür schläft sie nachts nicht, aber das steht auf einem anderen Blatt…)

Hier Nr. 1, ein Cousteau für den Gatten.

Aus Superwashmerino von Supergarne, ohne Aufschlag über den Ohren (wollte er nicht, soll mir recht sein – 10 cm weniger Rippmuster…gähn…).

In Ermangelung des Gatten gemodelt von der Erdnuss:


cousteau

cousteau1
Beim gatten liegt sie oben flach an, hat ja schließlich nen größeren Kopp

cousteau2

Sollte ich diese Mütze nochmal stricken, arbeite ich die Abnahmen in die andere Richtung. Das ist ja an sich Wurscht, nur sieht rechts zusammenstricken eben wesentlich ordentlicher aus als rechts verschränkt zusammenstricken. Hätte man eher draufkommen können, aber wegen sowas wird bei mir nicht geribbelt (bin ich denn jeck?).

Mein Morgen:

Tochterkind Nr. 1 in der Spielgruppe abgegeben, Tochterkind Nr. 2 ist dabei eingeschlafen. Zuhause also schnell Küche aufgeräumt, Gäste-WC geputzt und Erdgeschoss gefeudelt.
Tochterkind Nr. 2 schläft immer noch, also:

Kaffee in die Tass und gebloggt!
Chakka!

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